Eidg. Volksinitiative
«gegen die Abzockerei»
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Schluss mit der Abzockerei!

In den letzten Jahren sind die Vergütungen des Topmanagements in börsenkotierten Schweizer Unternehmen geradezu explodiert. Millionengehälter sind zum Standard geworden. Der Geschäftsführer eines Schweizer Pharmakonzerns nimmt sich ca. Fr. 44 Millionen pro Jahr. Der Chef einer Schweizer Grossbank hat sein Salär in drei Jahren auf über Fr. 24 Millionen verdoppelt und bezieht heute einen Stundenlohn von über Fr. 13'000.- und somit 580-mal soviel wie der Minimallohn. In Amerika verdienen gewisse Topbanker bereits mehrere Hundert Millionen pro Jahr. Das neue Bonussystem einer Schweizer Grossbank bestätigt diesen Trend. Derartige Beträge sind Diebstahl an der Unternehmung. Die Gier kennt keine Grenzen! Eine Mässigung ist weit und breit nicht in Sicht...

Die Initiative verlangt: Topgehälter vor die Generalversammlung!

Bund und Parlament sehen dieser Entwicklung seit Jahren tatenlos zu. Aktionäre kritisieren die Lohnpolitik der Führungskräfte an den Generalversammlungen heftig. Bei der Offenlegung der Gehälter des Verwaltungsrates und der Geschäftsleitung hat es das Parlament verpasst, dieser Entwicklung ein Ende zu setzen. Zur Zeit steht die Revision des Aktienrechts an. Sie geht eindeutig zu wenig weit.

Schutz des Privateigentums und der Aktionäre

Abgangsentschädigungen, Vergütungen im Voraus und Prämien bei Firmenkäufen und -verkäufen sollen verboten werden. Die Generalversammlung soll über die Boni, die Anzahl Mandate ausserhalb des Konzerns sowie über die Höhe der Renten und Kredite der Topmanager entscheiden. Die Pensionskassen sollen gezwungen werden, im Interesse ihrer Versicherten abzustimmen und ihre Stimmabgaben offen zu legen.

Wichtig: Die Volksinitiative betrifft nur börsenkotierte Schweizer Firmen.